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DESCRIPTION:Kaum eine literaturgeschichtliche Epoche zeichnet sich durch ei
 nen so problematischen Anfang aus wie die deutsche Nachkriegsliteratur. Di
 es gilt umso mehr\, als zentrale Vertreter etwa der literaturpolitisch wic
 htigen ‚Gruppe 47‘ mit großem Pathos eine ‚Stunde Null’ proklamie
 ren. Dadurch kommt es zum Ausblenden der eigenen Vorgeschichte im NS-Deuts
 chland (häufig als Wehrmachtssoldaten und bereits literarisch Publizieren
 de) und zur Illusion einer tabula rasa\, eines vermeintlich voraussetzungs
 losen Neubeginns aus sich selbst heraus. Vor diesem Hintergrund ist es kei
 n Zufall\, dass die sich durch ihr unvermitteltes Einsetzen ‚in medias r
 es‘ auszeichnende Kurzgeschichte die paradigmatische Gattung nach 1945 d
 arstellt. Was verraten also Textanfänge – insbesondere von kürzeren un
 d längeren Prosatexten – über die Epoche? Der Vortrag wird durch einen
  anschließenden Workshop ergänzt.
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LOCATION:Toulon (A030)
SUMMARY:(Text-)Anfänge in der deutschen Nachkriegsliteratur - apl. Prof. D
 r. Jörg Schuster
URL:https://pretalx.mind-hochschul-netzwerk.de/ma2026/talk/VDBCVR/
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