Die liegende Acht ist allgegenwärtig – in Logos, Schmuckstücken, spirituellen Traditionen und mathematischen Darstellungen. Als Symbol der Unendlichkeit übt sie auf Menschen seit jeher eine besondere Faszination aus. Doch sie ist längst nicht das einzige Zeichen für das Grenzenlose.
Der Vortrag unternimmt einen Streifzug durch zentrale Symbole der Unendlichkeit – von dem in der Mathematik verwendeten Unendlichkeitszeichen bis hin zum Ouroboros, der sich selbst verschlingenden Schlange aus antiken Mythologien. Dabei begegnen sich Mathematik, Kulturgeschichte und Symbolik auf vielfältige Weise. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie es Menschen in unterschiedlichen Kontexten gelungen ist, mit endlichen Mitteln etwas zu beschreiben, das per Definition keine Grenze kennt.
Christian Spannagel ist Professor für Mathematik- und Informatikdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Er forscht in den Bereichen Hochschuldidaktik und Wissenschaftskommunikation. In öffentlichen Vorträgen beschäftigt er sich insbesondere mit der Untersuchung mathematischer Strukturen und Konzepte in okkulten, esoterischen und religiösen Kontexten.