Mind-Akademie 2026

Wie Katastrophen unsere Gesellschaft gestalten - und umgekehrt

Ohne den Menschen wären die meisten Katastrophen nichts weiter als Naturereignisse. Erst wenn diese mit jenen Dingen interagieren, die uns als Zivilisation auszeichnen, können wir anfangen von möglichen Katastrophen zu reden, über die sich ein Risiko für uns Menschen und unsere Gesellschaft ableiten lassen.
Eine Katastrophe ist dabei auch kein physikalisch abgeschlossenes Ereignis, sondern, eine eng verzahnte Aneinanderreihung von physischen, ökologischen, ökonomischen und soziologischen Abläufen, die sich innerhalb von Sekunden entfalten und über Jahre oder Jahrzehnte nachwirken.
In diesem Vortrag möchten wir diese Verzahnung tiefer erkunden, Abhängigkeiten von Mensch und Umwelt ergründen und Risiken verstehen. Denn das Verständnis von Risiko ist die Grundlage, wie wir als Gesellschaft jene Resilienz aufbauen können, damit zukünftige Naturereignisse nicht mehr in Katastrophen enden.

Das Profilbild der Vortragenden
Dr. Andreas M. Schäfer

Seit über 15 Jahren in der Katastrophen- und Risikoforschung tätig. Diplom als Bauingenieur sowie Master und Promotion in Geophysik, letztere über die globalen Risiken durch Tsunamis. Heute mit Schwerpunkt im Bereich Klimarisiken, -folgen und -anpassung. In der dieser Zeit habe ich mich mit den Auswirkungen von Naturkatastrophen auf unterschiedliche Teile der Gesellschaft befasst, von Hotels und Tourismus bis hin zu Kernkraftwerken.

Heute steht für mich im Mittelpunkt, wie das Wissen um Risiken besser für den Aufbau von Resilienz genutzt werden kann, um besagte Risiken auch reduzieren zu können. Dies mache ich in unterschiedlichen Projekten, um Rahmen der universitären Ausgründung Risklayer wo wir mit unterschiedlichen Partnern zusammen Risiken erkennen, und Resilienzen stärken (Tourismus, Landwirtschaft, Wohnungsbau, etc.) und seit vielen Jahren in der Wissenschaftskommunikation auf öffentlichen Bühnen und persönlichen Gesprächen.