Zwischen Ende und Anfang: Die Psychologie gelingender Veränderung
Veränderungen beginnen oft mit guten Vorsätzen – und scheitern dennoch erstaunlich häufig an Aufschieben, Selbstzweifeln oder der Angst vor dem Ungewissen. Aus psychologischer Sicht spielen dabei nicht nur Hindernisse und Risiken eine Rolle, sondern auch die Art und Weise, wie wir uns die Zukunft vorstellen.
In diesem interaktiven Workshop beschäftigen wir uns mit der Frage, wie positive Emotionen, insbesondere Vorfreude, Veränderungsprozesse unterstützen können. Aktuelle psychologische Forschung zeigt, dass positive Emotionen unseren Blick erweitern, Ressourcen stärken und sogenannte Aufwärtsspiralen („upward spirals“) in Gang setzen können. Gleichzeitig wird deutlich, dass Unsicherheit und die Antizipation möglicher Schwierigkeiten natürliche Begleiter vieler Neuanfänge sind.
Neben kurzen wissenschaftlichen Impulsen stehen die Erfahrungen der Teilnehmenden im Mittelpunkt. Anhand eigener Vorhaben reflektieren wir, was beendet werden muss, damit Neues entstehen kann, welche inneren Hürden Veränderungen erschweren und wie Vorfreude helfen kann, konkrete erste Schritte in Richtung eines gelingenden Anfangs zu gehen.
Dr. Esther Moszeik ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Lehrgebiet Psychologie an der Fakultät für Humanwissenschaften der Universität der Bundeswehr München. In Forschung und Lehre beschäftigt sie sich mit Persönlichkeitspsychologie, Achtsamkeit, Gesundheitsförderung sowie Coaching und Mentoring. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Frage, wie Menschen Veränderungen erfolgreich gestalten, persönliche Potenziale entfalten und langfristig ihr Wohlbefinden stärken können. Besonders faszinieren sie die Fragen, warum Menschen oft wissen, was ihnen guttut, und weshalb es dennoch manchmal so schwerfällt, den ersten Schritt zu gehen.
Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit leitet sie Projekte zur Förderung von Kindern und Führungskräften und begleitet Menschen in Beratung und Coaching. Ihr Anliegen ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich, praxisnah und erlebbar zu vermitteln – denn Wissenschaft darf auch Spaß machen.