Aus dem Alten Ägypten sind einige Texte erhalten, welche eine Schilderung der Zukunft in düsteren Farben enthalten. Insbesondere wird der Zusammenbruch der gesellschaftlichen und sozialen Ordnung beklagt. Dabei kommen fallweise auch Umweltkatastrophen wie insbesondere ausbleibende Nilüberschwemmung zur Sprache. Heutzutage besteht teilweise eine Tendenz, derartige Schilderungen gerade in letzterem Punkt ernst zu nehmen und mit historischen Klimaveränderungen korrelieren zu wollen. Es gibt allerdings etliche Unsicherheiten dabei, die u.a. auf der teilweise schlechten Erhaltung der Handschriften beruhen. Zudem sind diese Jahrhunderte später als die von ihnen angeblich geschilderten Ereignisse. Der Vortrag wird die wesentlichen Quellen vorstellen und diskutieren, was man ihnen belastbar entnehmen kann und was nicht.
Studium von Ägyptologie, Semitistik und Biblischer Archäologie in Tübingen und Paris, Magisterabschluß 1990.
Promotion in Tübingen 1993.
Wissenschaftlicher Abgestellter am Ägyptologischen Seminar der FU Berlin 1997-2022.
Habilitation FU Berlin 2003.
Heisenbergstiopendium der DFG 2003-2005.
Seit 2005 Professor für Ägyptologie an der Universität Heidelberg.
seit 2009 Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.
2011 Leibnispreis der DFG.
Seit 2017 korrespondierendes Mitglied der Königlich-Dänischen Akademie der Wissenschaften.