Prof. Dr. Matthias Bartelmann; Vortrag
Was wissen wir über den Anfang unserer Welt, und mit welcher Sicherheit sprechen wir darüber? Der Vortrag wird unser modernes Weltmodell besprechen, seine Grundlagen erläutern und beschreiben, aufgrund welcher Beobachtungen wir von diesem Weltmodell weitgehend überzeugt sind. Wie es angefangen hat und wie es enden kann, ist dennoch weitgehend offen.
Dr. Stefan F. Ossmann; Workshop
Monogamie. Eine kulturelle Errungenschaft, eine Regel zum Beziehung führen, eine gesellschaftliche Norm. Und für viele eine Herausforderung, für manche etwas, das mit Partnerin oder Partner verhandelbar ist.
Sollten sich beide Personen darin einig sein, konsensual nicht-monogam zu leben, gilt es im Folgeschritt, die entsprechenden Regeln festzulegen und ein Modell zu finden. Die gängigsten Modelle heißen Swingen, offene Beziehung, Beziehungsanarchie, und Polyamorie. Aber welches Konzept passt dann wirklich (auch in der Praxis) – und ist das, was die eine Person will, tatsächlich dasselbe das die andere Person will?
Im Workshop werden die Teilnehmenden angeleitet, sich in jeweils eigene Lebens-, Liebes-, und Sexualhistorie zu gegeben, und den Status Quo gleich mitzureflektieren. Mit diesen Erkenntnissen versuchen wir (ihr) eine Einordnung auf Basis des theoretischen sozialwissenschaftlichen Modells der Poly-Proto-Typen nach Stefan Ossmann.
Die Inhalte werden vertraulich behandelt, niemand muss vor der Gruppe präsentieren. Und auch monogam lebende Personen sind herzlich eingeladen :-)
Annegret Wegner; Workshop
Du hast gerade etwas abgeschlossen, eine Neuorientierung steht an oder du hängst noch im Kopf in etwas Altem drin und willst gerne den Schritt in die Zukunft schaffen?
In diesem Workshop machen wir den Über-Gang vom Ende zum Anfang erlebbar. Der Workshop soll dir helfen, das Blockierende zurückzulassen, das Hilfreiche mitzunehmen und so gut in den nächsten Abschnitt gehen zu können. :-)
Die Technik kannst du für zukünftige Themen auch für dich selbst nutzen.
Hinweis: Du solltest schon eine Situation im Kopf haben. Nimm dir am besten etwas "Mittelschweres" vor. Es sollte nicht im Prinzip bedeutungslos sein, aber auch nicht das heftigste Lebensthema. Damit kannst du am besten üben, fühlst dich aber gleichzeitig im Gruppensetting sicherer, sodass du dich emotional gut genug einlassen kannst.
Bastian Winkler; Vortrag
Die Angriffe Israels und der USA auf den Iran haben weltweit ein umstrittenes Echo ausgelöst. Von Zustimmung nach dem Motto "Da erledigt jemand die Drecksarbeit für uns" bis zu kompletter Ablehnung mit Verweis auf das Völkerrecht ist alles zu finden. Die Situation ist also (mal wieder) komplex.
Der Vortrag soll kurz die Geschichte des Konfliktes und die damit verbundene Komplexität beleuchten, so dass es am Ende (hoffentlich) leichter fällt, sich eine eigene Meinung zu dem Thema zu bilden.
Prof. Dr. Jürgen Kesselmeier; Vortrag
Der Wald ist eine regulierende Größe im Wasserkreislauf, dient als Kohlenstoffspeicher und beherbergt eine immense Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren. Alles Leben steht in enger Beziehung zueinander und bildet so ein Netzwerk mit engen Wechselwirkungen untereinander und zur Chemie, Physik und Geologie. Selbst geringe Störungen können diesen Zusammenhalt verändern oder sogar zerstören. Menschen handeln in diesem System unbewusst und bewusst erhaltend wie auch zerstörerisch. Der Vortrag soll über einen Teil des Netzwerkes, den Einfluss des Waldes auf lokale, regionale bis hin zu globalen Vorgängen rund um den Wasserkreislauf näher berichten Dabei spielen Wechselwirkungen zwischen Biosphäre und der Atmosphäre, insbesondere biogene reaktive Spurengase, Aerosole, Wolkenbildung und Regen, eine wesentliche Rolle. Ein Verlust an Waldfläche könnte sich auf die Niederschlagsmengen nicht nur für das Amazonasgebiet, sondern vielleicht auch für ganz Südamerika auswirken. Wäre das ein Ende des aktuellen Netzwerkes oder könnte es sich regenerieren?
Prof em Dr Till Förster; Vortrag
Schon heute, bei noch 1,4℃ globaler Erwärmung, untergräbt der Klimawandel die Existenz von Millionen Menschen im Globalen Süden. In Afrika verschieben sich der Steppen- und Savannengürtel südlich der Sahara stetig nach Süden. Viele Kleinbauern verlieren ihre Lebensgrundlage. Wenn es geht, bauen sie andere, trockenresistentere Feldfrüchte an. Oder sie ziehen in feuchtere Gebiete weiter im Süden. Nicht wenige lassen sich am Rande grosser Städte nieder. Die Menschen erleben einen tiefgreifenden Wandel. Eine wissenschaftlich fundierte Vorstellung von Klimawandel und dessen Gründen haben die wenigsten von ihnen. Sie machen sich jedoch einen eigenen Reim auf das, was ihr Leben so einschneidend verändert. Manche verzweifeln, manche aber entwickeln eine Kreativität, die ihnen das Überleben und vielleicht einen Neuanfang ermöglicht. Selten können die Menschen die bleiben, die sie einmal waren. Es ist ein existentieller Wandel, den sie so gut es geht zu gestalten suchen und dessen Folgen sie dennoch zu anderen Menschen macht.
Prof. Dr. Friederike Pannewick; Vortrag
Wer sich mit dem Nahen Osten der Gegenwart beschäftigt, kommt um das Thema Krieg und Gewalt nicht herum. Diese Region erscheint in westlichen Medien geradezu als Paradebeispiel für eine jahrzehntealte Gewaltspirale. Wie gehen Menschen mit einem derart von Unsicherheit und Angst geprägten Alltag um? Welche Spuren hinterlässt diese Situation im Denken und Leben gerade junger Menschen?
Die aktuelle arabische Literatur ist tief geprägt von diesen Fragen, oft wird sie als verzweifelter Aufschrei, Klage oder politischer Protest entworfen. Dieser Vortrag beschäftigt sich mit einem irakischen Roman, der zur Zeit der US-Invasion in Bagdad 2003 spielt. Ein irakischer Student musste sein Studium im Krieg aufgeben, um die Leichenwäscherei seines verstorbenen Vaters zu leiten. Zutiefst traumatisiert grübelt er über Ende und Anfang, Tod und Leben im Kontext von Terror und Gewalt nach.
Oliver Klee; Workshop
Oli macht morgens zum Wachwerden etwas Gymnastik. Wer Lust hat mitzumachen, ist herzlich eingeladen!
Ihr braucht bequeme Klamotten und – falls ihr nicht gerne Übungen direkt auf dem Boden macht – eine dünne Yoga- oder Gymnastikmatte.
Lukas Wenzel (M.Sc.); Vortrag
Wie werden unsere Städte und Gemeinden künftig klimafreundlich, bezahlbar und verlässlich mit Wärme versorgt? Die Kommunale Wärmeplanung ist ein zentraler Baustein der Energiewende – und betrifft Bürgerinnen und Bürger ebenso wie Verwaltungen, Stadtwerke und Unternehmen.
Der Vortrag gibt einen verständlichen Einblick in die Grundlagen der Kommunalen Wärmeplanung: Was steckt hinter dem Konzept, welche gesetzlichen Anforderungen bestehen und wie läuft ein Wärmeplanungsprozess in der Praxis ab? Darüber hinaus werden die Chancen beleuchtet, die sich für Menschen vor Ort ergeben; von mehr Planungssicherheit über neue Möglichkeiten beim Heizen bis hin zu langfristigen Perspektiven für Klimaschutz.
Gleichzeitig richtet der Vortrag den Blick auf die Zeit nach der Erstellung eines Wärmeplans: Welche Herausforderungen entstehen für Kommunen bei Umsetzung und Kommunikation? Welche Erwartungen treffen auf begrenzte Ressourcen? Und wie kann aus einer strategischen Planung eine erfolgreiche Wärmewende werden?
Ein kompakter Überblick über ein Thema, das die Zukunft unserer Städte und Gemeinden entscheidend prägen wird.
Lukas Drölle; Vortrag
Familienunternehmen gelten als Rückgrat der Wirtschaft – doch was passiert, wenn sie in eine Krise geraten? Ist dies der Anfang vom Ende oder die Chance für einen Neuanfang?
Der Vortrag beleuchtet typische Krisenverläufe in Familienunternehmen und verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen aus der Restrukturierungsberatung. Besonderes Augenmerk liegt auf den spezifischen Herausforderungen, die sich aus der Überlagerung von Familie, Eigentum und Unternehmen ergeben.
Anhand interaktiver Elemente und Fallbeispiele werden Entscheidungsoptionen und Erfolgsfaktoren für die Bewältigung von Krisen diskutiert. Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis dafür zu entwickeln, wann Krisen destruktiv wirken – und wann sie als Ausgangspunkt für Transformation dienen können.
PD Dr. Christine Blome; Vortrag
Mittlerweile kennt wohl jeder eine Person mit Long COVID oder ME/CFS ("chronisches Fatiguesyndrom", eine weitere postinfektiöse Erkrankung). Obwohl deutschlandweit über 1,4 Millionen Menschen betroffen sind und täglich neue Erkenntnisse über physiologische Auffälligkeiten bei diesen Erkrankungen publiziert werden, werden sie von Ärztinnen immer noch erschreckend häufig verharmlost. Statt einer wirksamen Symptombehandlung erhalten viele Betroffene Diagnosen wie Depression oder Angststörung; vielen wird eine problematische Krankheitsverarbeitung oder Simulation unterstellt. Nicht selten müssen sogar schwersterkrankte, bettlägerige Menschen zusätzlich um einen Pflegegrad oder eine Berentung kämpfen.
Doch was steckt hinter dieser Stigmatisierung und Psychologisierung? Was hat das alles mit einer paternalistischen Kultur in der Medizin zu tun? Und wie lang wird es noch dauern, bis wenig erforschte Erkrankungen, die überwiegend Frauen betreffen, angemessen behandelt werden? In diesem Vortrag berichte ich aus unserer eigenen Forschung und über die Freude, zusammen mit immer mehr engagierten Menschen leidenschaftlich für eine bessere Versorgung zu kämpfen.
Ivo Drescher; Workshop
Psychologische und neurowissenschaftliche Erkenntnisse legen nahe, dass Wohlbefinden wesentlich durch Aufmerksamkeit, emotionale Ausrichtung und mentale Gewohnheiten geprägt wird. Viele dieser Muster entstehen unbewusst, können aber durch wiederholte Übung beeinflusst werden.
Im Kontext des Leitthemas „Ende und Anfang“ wird Loving-Kindness-Meditation (Metta) als Praxis verstanden, mit der eingefahrene mentale Muster bewusst unterbrochen und neue innere Haltungen kultiviert werden können.
Der Workshop führt in zentrale psychologische Prinzipien ein: wie Aufmerksamkeit unser Erleben formt, wie mentale Muster entstehen und weshalb regelmässige Meditation innere Haltungen verändern kann. Anschliessend werden die Teilnehmenden durch geführte Übungen in die Praxis eingeführt. Ergänzt wird dies durch kurze Reflexion und Austausch.
Ziel ist es, die psychologischen Prinzipien hinter Loving-Kindness-Meditation verständlich zu machen und ihre Anwendung in der Praxis erfahrbar zu machen.
Frauke Niehues; Vortrag
Impacttechniken sind hocheffektive Methoden für den Therapie- und Beratungskontext. Sie können unter anderem zur Emotionsaktivierung, zur Verdeutlichung komplexer Zusammenhänge, zur Motivationssteigerung sowie zur Memorierung und Verankerung von Lösungskonzepten eingesetzt werden.
In diesem Vortrag werden neue Impacttechniken für unterschiedliche Fragestellungen und Einsatzbereiche vorgestellt und demonstriert. Da viele Teilnehmende die theoretischen Grundlagen und Wirkmechanismen bereits aus früheren Vorträgen kennen, wird der Fokus diesmal vor allem auf praktischen Demonstrationen und neuen Interventionen liegen. Die theoretischen Hintergründe können über folgenden Link eingesehen werden: https://www.youtube.com/watch?v=3_Wik4jUe10
Beispiel für eine Impacttechnik: Ein Klient erlebt die Folgen belastender Entwicklungsbedingungen als persönliches Versagen. Man zeigt ihm eine vertrocknete Pflanze in einem ausgetrockneten Blumentopf und fragt: „Ist die Pflanze schuld daran, dass sie nicht wachsen konnte?“ Die Metapher verdeutlicht, wie stark Entwicklung von Rahmenbedingungen beeinflusst wird.
Der Vortrag zeigt anhand zahlreicher Beispiele, wie Impacttechniken emotional berühren und nachhaltig wirken können.
Prof. Dr. Rainer Nübel; Vortrag
Wenn etwas zu Ende geht, das Neue aber noch nicht richtig greifbar ist, kann das ein spannender Aufbruch sein. Oder Angst auslösen – vor dem Scheitern, vor der Zukunft. Die Transformation, dieser große aktuelle Wandel, der alle Menschen und gesellschaftliche Funktionsbereiche betrifft, steckt in diesem Nicht-mehr und Noch-nicht. Was sagt eigentlich die gute alte Literatur zum Leben in Zwischenräumen, und was der ganz normale Alltag? Warum geht Glück auf den Kreislauf? Und was hat das alles mit Kommunikation in unsicheren und verunsichernden Zeiten zu tun?
Am Ende der 60 Minuten fangen wir vielleicht an, Zwischenräume richtig gut zu finden. Oder uns an ihnen zu reiben. Hauptsache, du lässt dich positiv irritieren.
M.Sc. Felicitas Baumann, M.Sc. Andrea Mayer; Vortrag
Paare in Partnerschaftskonflikten suchen häufig erst sehr spät professionelle Hilfen auf. Die von Ambivalenzen und Konflikthaftigkeit geprägten Partnerinteraktionen sind dann bereits verfestigt und gegenseitige Verletzungen führen zu einer fortschreitenden Entfremdung. Paare in diesen Situationen professionell abzuholen und in einem Prozess der Entscheidungsfindung, der Wiederannäherung oder der Trennung zu begleiten, ist eine spannende Herausforderung. In unserem Vortrag wollen wir einen Einblick in aktuelle Entwicklungen in der Paarberatung und -therapie geben. Es werden negative Dynamiken in Partnerschaftskrisen sowie wichtige Bausteine für eine positive Partnerschaftsentwicklung beleuchtet und kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze und Interventionen aus dem in Heidelberg entwickelten Präsenz- und Onlineangebot für Paare in Partnerschaftskrisen vorgestellt.
Manfred Kraut; Vortrag
Eine eigene Persönlichkeit hat jeder Mensch. Weil es aber so viele Menschen gibt, gab es von jeher eine Tendenz Persönlichkeiten in Gruppen oder Kategorien einzuteilen, um sich zu erleichtern mit Menschen umzugehen.
Eine hilfreiche Methode uns selbst und andere kennen zu lernen bietet das Riemann-Thomann-Kreuz.
Die Grundlagen und der mögliche Einsatz desselben sind Thema des Vortrags.
Oliver Klee; Workshop
Psychologische Sicherheit (nach Amy Edmondson) ist der wichtigste Faktor dafür, wie leistungsfähig und stabil ein Team ist - noch vor dem Vertrauen innerhalb des Teams. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass die Teammitglieder Fragen stellen, ihre eigenen Ideen einbringen und offenen über Fehler sprechen, um daraus zu lernen.
In diesem Workshop schauen wir uns gemeinsam an, wie psychologische Sicherheit funktioniert, welche gravierenden Auswirkungen es hat, wenn sie fehlt, und was ihr tun könnt, um die psychologische Sicherheit in einem Team oder einer Organisation zu verbessern.
Alexander Dings; Vortrag
Am Anfang war das Wort, über eins schweigt sich die Bibel dabei aber aus: Wie viele Punkte bringt es?
Scrabble beginnt für viele im heimischen Wohnzimmer mit Diskussionen darüber, ob Tante Mechthilds Schwanzhund ein deutsches Wort ist; für manche, wie Ben Berger und Alex Dings als den beiden Dozenten bei diesem Vortrag, endet es mit Goldmedaillen bei der Deutschen Meisterschaft. Wie kommt man dahin? Wir beginnen mit den Strategie-Grundlagen für Neulinge und enden mit Ausflügen dahin, auf welche Komplexitätsstufen Computerprogramme und der als menschlicher "Scrabble-Savant" bekannt gewordene Nigel Richards ein vermeintlich simples Brettspiel heben.
Ben Berger; Workshop
Wenn zwei der Scrabble-Koryphäen (ja, das kann viele Punkte bringen ;)) zur Verfügung stehen, soll natürlich auch Gelegenheit gegeben werden, Ihnen beim Spielen über die Schulter zu gucken und ggf. auch mit ihnen die Klingen zu kreuzen. Beim Spiel gegeneinander werden sie ihre Züge kommentieren und auch Fragen beantworten. Danach besteht die Gelegenheit zu Simultanpartien oder Konferenzpartien Teilnehmer - Profis, je nach Anzahl der Teilnehmer und Wunsch vor Ort. Gespielt wird nach Turnierregeln und der offiziellen Wortliste (www.scrabble-info.de).
Dr. Marie Drüge; Vortrag
„Spieglein, Spieglein an der Wand – wer ist die Schönste im ganzen Land?“ Die Frage nach dem eigenen Aussehen begleitet viele Menschen von früher Kindheit bis ins hohe Alter. Aussehensbezogene Sorgen sind dabei weit verbreitet und können von vorübergehenden Unsicherheiten bis hin zur Körperdysmorphen Störung (KDS) reichen. Im Kontext des Leitthemas „Anfang und Ende“ widmet sich dieser Beitrag den Ursprüngen und Verläufen aussehensbezogener Sorgen/KDS. Wann beginnen Menschen, ihr Äußeres kritisch zu betrachten? Welche Rolle spielen soziale Vergleiche, Schönheitsideale, Entwicklungsaufgaben und digitale Medien? Und wann enden diese Sorgen – oder verändern sie lediglich ihre Gestalt? Anhand aktueller Forschungsergebnisse werden Entstehungsbedingungen, aufrechterhaltende Mechanismen sowie Übergänge zu klinisch relevanten Störungsbildern wie der KDS beleuchtet. Gleichzeitig werden Faktoren diskutiert, die zu einer Verringerung von Aussehenssorgen beitragen können. Der Beitrag versteht Anfang und Ende dabei nicht als feste Zeitpunkte, sondern als dynamische Prozesse, die den Umgang mit dem eigenen Körper über die Lebensspanne prägen.
Michael Hassemer; Vortrag
Wir möchten selbstbestimmt leben und ggf. selbstbestimmt sterben. Wer entscheidet über den Grad unserer Selbstbestimmtheit? Falls diese in Zweifel stehen oder nicht in ausreichendem Maße gegeben sein sollte: Was wären die Konsequenzen, insbesondere für Suizidassistenz?
Prof. Dr. Christian Spannagel; Vortrag
Die liegende Acht ist allgegenwärtig – in Logos, Schmuckstücken, spirituellen Traditionen und mathematischen Darstellungen. Als Symbol der Unendlichkeit übt sie auf Menschen seit jeher eine besondere Faszination aus. Doch sie ist längst nicht das einzige Zeichen für das Grenzenlose.
Der Vortrag unternimmt einen Streifzug durch zentrale Symbole der Unendlichkeit – von dem in der Mathematik verwendeten Unendlichkeitszeichen bis hin zum Ouroboros, der sich selbst verschlingenden Schlange aus antiken Mythologien. Dabei begegnen sich Mathematik, Kulturgeschichte und Symbolik auf vielfältige Weise. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie es Menschen in unterschiedlichen Kontexten gelungen ist, mit endlichen Mitteln etwas zu beschreiben, das per Definition keine Grenze kennt.
Fabio Crameri; Vortrag
Plate tectonics shapes our planet: it causes earthquakes, builds mountains, and recycles the Earth's crust over Billions of years. But how it all gets started remains one of the deepest unsolved mysteries in the Geosciences.
Subduction, where one tectonic plate dives beneath another, is the engine of this system. Yet why and how subduction begins is still not fully understood. Fabio approaches this question through global-scale computer modelling and a community-wide synthesis of evidence. To unite knowledge scattered across disciplines, he assembled an open-minded team of early-career scientists to build the SZIdatabase.org, a community-driven open-access database.
When, how, and why do subduction zones start to allow for plate tectonics on planets like the Earth, …and when do they not?
Dr. Christiane Licht M.A.; Vortrag
Dieser Vortrag nimmt Sie und euch mit an die Schnittstelle von moderner Hirnforschung, Hightech‑Medizin und konkreten Lebensgeschichten. Ausgangspunkt sind Situationen, in denen scheinbar nichts mehr hilft: schwere Depression, Zwangserkrankungen und therapieresistente Verläufe. Anstatt aber dort stehen zu bleiben, geht es um neue Wege, die fast nach Science-Fiction klingen: nicht‑invasive Hirnstimulationsverfahren, die mit gepulsten Magnetfeldern direkt in Gehirnnetzwerke eingreifen, in denen Emotionen, Antrieb und Entscheidungen entstehen. Verständlich wird erklärt, wie Hirnstimulation wirkt, was bereits klinische Routine ist, was aktuell erforscht wird und wo ethische Grauzonen beginnen. Anhand echter Fallvignetten zeigt der Vortrag, wie aus „austherapiert“ wieder Hoffnung werden kann – und wo die Grenzen dieser Technologien liegen.
Gabriele Schmidt; Vortrag
Die Windbranche geht schweren Zeiten entgegen, aber es ist noch nicht das Ende. Anknüpfend an den Vortrag vom letzten Jahr wird es ein bisschen Bekanntes und ein bisschen Neues geben. Einblicke in Planung, Bau und Ruckbau sowie zu den aktuellen Herausforderungen sind die Themen.
Fragen zu allen Aspekten der Windenergie sind willkommen, Neugier auf ein neues Themenfeld oder tiefere Diskussionen sind gewünscht.
Michael Hassemer; Vortrag
Unsere Rechts- und Gesellschaftsordnung beruht derzeit im Wesentlichen auf den Gedanken und Prinzipien der Aufklärung. Die Philosophie der Aufklärung ist allerdings vor-darwinistisch: menschliche Intelligenz war seinerzeit die einzig vorstellbare. Dies hat bis heute Auswirkungen auf unsere Vorstellung des Subjekts (und Rechtssubjekts) sowie auf die Fragen, wer Rechte und Pflichten trägt, welche Entitäten zu schützen sind, wer Urheber oder Erfinder sein kann, und wie sich unser Verhältnis zu nicht-menschlicher Intelligenz oder Innovation gestaltet.